Content:

ICAMS Press Release September 2009

22.09.2009:

Geballte Rechenkraft am Zentrum für Materialforschung
Neuer Großrechner bei ICAMS an der RUB
Cluster rechnet in Stunden, wofür ein PC Monate braucht
   

Am Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS) der Ruhr-Universität ist ein neuer Großrechner in Betrieb. Der Parallelrechner mit 1.232 Prozessorkernen und fast vier Terabyte Arbeitsspeicher ist das wichtigste Werkzeug der ICAMS-Forscher bei der Berechnung von Materialeigenschaften und dem virtuellen Werkstoffdesign. Aufwändige Simulationen, die auf einem modernen PC Monate dauern würden, können so in wenigen Stunden bis Tagen durchgeführt werden.

Effiziente Wasserkühlung
Der äußerst kompakte Großrechner finden Platz in drei Serverschränken, von denen jeder eine Tonne wiegt. Die von den Prozessoren verursachte Abwärme wird mittels einer energieeffizienten Wasserkühlung abgeführt, deren Wirkungsgrad deutlich über der einer konventionellen Klimaanlage liegt. Der auf dem freien Betriebssystem LINUX basierende Rechencluster verfügt über ein hocheffizientes Ressourcenmanagment und ein InfiniBand® Hochgeschwindigkeitsnetzwerk zur schnellen Kommunikation der Rechenknoten.

Auch für studentische Projekte
Teile des Clusters stehen auch zu Ausbildungszwecken, wie dem im Wintersemester 2010/2011 startenden Master-Studiengang „Materials Science and Simulation“ (Werkstoffwissenschaft und -simulation) sowie für studentische Projekte, Bachelor- und Masterarbeiten zur Verfügung.

ICAMS: Mehr als 50 Forscher aus aller Welt
Im 2008 eröffneten Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS) befassen sich derzeit über 50 Wissenschaftler aus den Fachbereichen Maschinenbau, Physik, Chemie, Mathematik und Informatik mit der Computermodellierung von Materialeigenschaften. Ihr gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer High-Tech Materialien auf der Grundlage von Computersimulation. Die Stärke von ICAMS liegt in der skalenübergreifenden Methodenentwicklung, um Erkenntnisse aus quantenmechanischen Berechnungen über atomare Simulationen bis hin zum Design makroskopischer Bauteile zu vereinen. Die ICAMS-Forscher mit Herkunft aus 18 Nationen weltweit stehen in enger Zusammenarbeit mit den Fakultäten für Maschinenbau sowie Physik und Astronomie der Ruhr-Universität, dem Max-Planck Institut für Eisenforschung in Düsseldorf und der RWTH Aachen, sowie einer Vielzahl anderer nationaler und internationaler Forschungseinrichtungen. Finanziert wird das interdisziplinäre Zentrum von einem Industriekonsortium unter Federführung der Thyssen Krupp Steel AG, Bayer MaterialScience AG, Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Robert Bosch GmbH, Benteler Stahl/Rohr GmbH und Bayer Technology Services GmbH. Das Land NRW finanziert ICAMS zu 50% mit Mitteln der EU.

Rechencluster ICAMS
Download (926094 Byte)


 
Weitere Informationen  
Dr. Manuel Piacenza, Koordinationsbüro ICAMS, Ruhr-Universität Bochum, Stiepeler Straße 129, 44801 Bochum, Tel: 0234/32-25480, Fax: 0234/32-14990
manuel.piacenza@rub.de