ICAMS / Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation
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Mit Wolfram von der Glühbirne zum Fusionsreaktor

Date: 12.07.2011
Time: 2:00 p.m.
Place: UHW 12/1222

Sabine Weygand, Technische Mechanik, Hochschule Karlsruhe, Karlsruhe, Germany

Wolfram ist das Metall mit dem höchsten Schmelzpunkt. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Eigenschaften wird es schon seit mehr als hundert Jahren als Glühwendel in der Glühbirne zur Lichterzeugung verwendet. Um zu dem 40 μm dicken Glühdraht zu gelangen, wird Wolfram mehrmals durch Ziehsteine gezogen. Dort wird der Draht länger und schmäler. Dabei treten gelegentlich auch Risse auf, die es zu vermeiden gilt, um eine kontinuierliche Herstellung sicherzustellen.

In Zukunft gewinnt Wolfram auch als Strukturwerkstoff an Bedeutung. Dank seiner guten thermophysikalischen Eigenschaften gilt Wolfram als eines der wenigen Materialien, die unter den extremen Bedingungen im Inneren zukünftiger Fusionsreaktoren eingesetzt werden können. Eine Herausforderung dabei stellt die Erhöhung der sogenannten Bruchzähigkeit dar, da Wolfram bei Raumtemperatur eher spröde ist.

Im Vortrag wird der Hochtemperaturwerkstoff Wolfram vorgestellt und der Umformprozess Ziehen von Wolframdrähten und deren Bruchverhalten im Temperaturbereich -150°C bis ca. 1000°C anhand von Forschungsergebnissen näher beleuchtet.

 

Supporting information:

Spec_Sem_Weygand.pdf
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